Essen und Trinken in Vietnam

(Beitrag von Detlef, teilweise Quelle http://www.geh-mal-reisen.de )

Vietnam zählt zu den Orten an denen man die typisch asiatischen Gerichte bekommen kann oft geprägt von den Einflüssen der kolonial Zeit und den Völkern die in Vietnam waren oder noch sind.

Die 10 Speisen die man probiert haben sollte oder probiert haben muss wenn man schon mal die Strapazen von über 11 Stunden Flug auf sich genommen hat.

1. Pho – das Nationalgericht

Es ist eine angenehm gewürzte Suppe mit Reisnudeln, Gemüse und reichlich Fleisch (Rind oder Schwein). Gegessen und verkauft wird sie zu jeder Tageszeit. Eigentlich gilt sie aber als das klassische Frühstück.

2. Banh Mi

Das wohl mit ganz weitem Abstand beste Sandwich überhaupt! Es ist einfach mit keiner anderen Art Sandwich zu vergleichen. Banh Mi ist ein Baguette (ja richtig, ein Baguette in Asien) gefüllt mit Gemüse, Sojasprossen, Fleisch und Salat. Man bekommt es an jeder Ecke und es ist der perfekte Snack. Es stammt aus der Zeit der damaligen französischen Besetzung.

3. Bun Cha

Bei diesem traditionellem vietnamesichen Gericht aus Hanoi erwartet dich eine Schale voll mit gegrilltem Schweinefleisch und einer Art Frikadelle, eingelegt in Sauce.

4. Fischsauce

Wenn du die Flüssigkeit das erste Mal beim Essen vor dir auf dem Tisch stehen hast, wird dich der Geruch höchstwahrscheinlich erst einmal abschrecken. Trotzdem: Bleib sitzen. Solltest du dann nach dem Namen der Flüssigkeit fragen oder das Etikett der Flasche lesen, wird sich die Begeisterung weiterhin in Grenzen halten. Was vor dir steht ist Fischsauce (Nuoc Mam). Hauptbestandteil ist ca. 12 Monate fermentierter Fisch.

Nichts für europäische Gaumen aber probiert haben muss man es schon.

5. Frühlingsrollen

Die vietnamesischen Frühlingsrollen sind reich gefüllte, frittierte Reispapierrollen. Man findet verschiedenste Varianten. Und in allen wird man auf eine ausgiebige Portion Gemüse stoßen. Die bekannteste Variante mit Schweinefleisch nennt sich Nem Ran, mit zusätzlichem Krabbenfleisch heißt sie Nem Ran Cua Be.

6. Sommerrollen

Sie sehen aus wie unfrittierte Frühlingsrollen. Und sind es auch. In das frische Reispapier wird eine ordentliche Mischung frisches Gemüse, Kräuter und nach Belieben Schweine-, Hühnerfleisch oder auch Garnelen gewickelt.

7. Früchte

Selten sitzt man so nah an der Quelle. Allein bei einem Spaziergang, auf einer der von Bauernfamilien bewohnten Inseln im Mekong Delta, läuft man ohne es zu merken vorbei an Ananaspflanzen, Bananenstauden, Jackfruchtbäumen, grünen Erdbeeren und, und, und. Auf den Märkten häufen sich die frisch geernteten Früchte an den Ständen und Booten. Deck dich dort bloß gut ein mit Obst! Der Geschmack und die Größe der Früchte sind eurer Obsttheke des Vertrauens um einiges überlegen. Auch die Drachenfrucht,

Mango und Rambutan solltet ihr vor Ort probiert haben.

8. Che Chuoi

Ein wahnsinnig leckerer vietnamesischer Nachtisch. Er ist süß, warm und fruchtig. Che Chuoi, ist ein Zwischending aus weißer, warmer und dickflüssiger Suppe und Brei.

Aber auch hier hat die vietnamesisch Küche noch weit aus mehr zu bieten. Type ist auch hier wieder die übernommene französische Küche. So gibt es Flan und Creme Brule in hervorragender Qualität.

9. Vietnamesischer Kaffee

Wenn dich das Koffein des morgendlichen Kaffees nicht wach rüttelt, dann erledigt dies garantiert der Zuckerschub, den du durch die ordentliche Dosis Kondensmilch erhältst. Der typisch vietnamesische Kaffee wird sehr süß getrunken. Die Vietnamesen lieben es. Bestellt man Ca Phe, erhält man meist ein kleines Glas mit einem sehr ausgiebigen Schuss Kondensmilch, auf das ein Metallfilter gesetzt wird. In dem Filter ist bereits heißes Wasser und Kaffeepulver. Wenn das Wasser langsam durch den Filter gelaufen ist, erwartet einen ein frischgebrühter Kaffee. Noch mit der Kondensmilch verrühren, zurücklehnen und genießen. Ca Phe Sua Da ist eine weitere beliebte Art den Kaffee in Vietnam zu trinken. Dabei wird der Kaffee in ein bis ca. zur Hälfte gefülltes Glas mit Kondensmilch und Eiswürfeln gegeben. Die erfrischende Variante.

10. Bier

Auch die Bierliebhaber kommen in Vietnam nicht zu kurz. Die bekanntesten vietnamesischen Biere sind Bia Hanoi, 333 und Saigon-Bier. Du findest es hier in der Liste nicht, weil es unglaublich atemberaubend einzigartig schmeckt und dein Weltbild von Bier für immer ändern wird. Es hat es in die Liste geschafft, weil man immer und egal wo das lokale Bier probieren sollte! Dort, wo Bier getrunken wird, ist außerdem meist Geselligkeit. Und die soll man bei einem kühlen Schluck genießen. So wie ganz Vietnam.

Beim Trinken gab es für uns einen eindeutigen Favoriten.

Mango juice

Knapp gefolgt von Zuckerrohr Saft dem oft der Saft einer Limette beigegeben wird.

Und zu guter letzt natürlich das vietnamesische Bira. Oft warm serviert und erst bei Nachfrage gekühlt erhältlich.

Selbstverständlich hält die vietnamesisch Gastronomie aber auch hier etwas exotisches bereit. Was genau es eigentlich ist kann man garnicht so genau sagen. Ein Mischgetränk aus wahrscheinlich Tee in den die verschiedensten Zutaten beigemengt werden. So gibt es rote Bohnen, grüne-, gelbe-, blaue-, und noch viele weitere gelatine Schnipsel. Auf jedenfall ein sehr interessantes Getränk.

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Tag 22 Bye, Bye Saigon & Vietnam

Good Morning Vietnam. We love you!

Heute ist unser letzter Tag. Eine außergewöhnliche Reise geht zu Ende. Wir sind stolz es geschafft zu haben und weil wir eine Anfrage erhalten haben, ob wir im KFZ einen Vortrag halten wollen.

Vietnam ist das Land des Lächelns. Die Frauen sind Emanzipiert und die Kriminalität ist sehr gering. Die Armut ist stark rückläufig dank der freien Marktwirtschaft.

Mir wird bewusst, dass wir wohlerhalten diese Abenteuerreise überstanden haben. Keiner hatte die Gefahren und Risiken richtig vorhergesehen. In Stresssituationen haben wir als Team immer besser funktioniert. Wir sind zusammengewachsen und wie Detlef sagt. „Wir können uns noch in die Augen sehen“.

Zum Glück gab es keine großen Unfälle. Ich (Egon) werde eine Brandnabe von einer Verbrennung am Auspuff zurückbehalten. Unsere Schutzengel haben uns beschützt.!!!

Es hätte auch anders ausgehen können. Es gab jeden Tag eine Herausforderung.

Der Hund der in Ingo Moped gelaufen ist. Das Huhn das plötzlich die Richtung wechselt und mit Egons Moped kollidiert. Die Schlange die von Ingo überfahren wird und nach dem letzten Fahrer (Egon) schnappt. Die Kuhherde die plötzlich nach einer Serpentine am Haivan Pass auf der Straße steht. Das Kantholz, dass am letzen Tag mitten auf Saigons Straßen liegt und Egon bei der einsetzenden Dunkelheit nicht sieht und deshalb fast stürzt. Die übergroßen LKWs die uns in Lang Son an den Straßenrand drängen. Für Mopedfahrer wird nicht gebremst. Maximal wird gehupt und dann weitergefahren. Detlefs Reifenpannen, die an der falschen Stelle hätten ganz anders ausgehen können.

Das Benzin, dass uns mitten im Urwald fast ausgeht. Der einsetzende Sturm, der uns fast von den Mopeds fegt. Die Schlaglöcher, die uns fast zum Sturz bringen. Die Gewitter mit nie gesehenen Entladungen. Die Mopedmassen in den Großstädten, die uns rüpelhaft anrempeln, aber nie zum Sturz bringen. Die Vollbremsungen, die uns immer in letzter Sekunde zum Stehen bringen.

Die Autobahnen die wir als Mopedfahrer nicht befahren dürfen. Wir als Unwissende trotzdem befahren; dann drehen und als Geisterfahrer zurückfahren müssen.

Es überwiegt schon jetzt die Schönheit und die Unvergesslichkeit dieser unvergleichbaren Reise, jedoch möchte ich die obigen Worte als Warnung für Nachahmer (unser Durchschnittsalter 60) aufschreiben.

Hoch über den Dächern der Stadt! Ein Pool und drei glückliche harte Kerle! Ja wir haben es geschafft!

Ich habe mein Moped beim abgeben gestreichelt und mich bei ihm bedankt für die sichere Fahrt (Ingo).

Ja die Menschen hier haben mich fasziniert! Viele arme Menschen die aber glücklich am Straßenrand sitzen und sich freuen eine Mango zu verkaufen! Sie sind glücklich und vielleicht gar nicht arm!!👍😀🍀🍀

Ach ja Mango , ein wunderschönes Erlebnis war, wo wir an einer Kreuzung in Hue saßen und einen Mangosaft bestellt haben! 5 min später ging jemand mit einem Apfel-Mango-Pflücker an uns vorbei holte von einem Baum 2 Mango und bereitete unseren Saft zu!!! Frischer geht es wirklich nicht!

Die vielen vielen kleinen Erlebnisse sind es, die Begegnungen mit den Vietnamese (freundlich, offen, kontaktfreudig und mit Handy Translater in der Hand) die fiese reise unvergesslich machen! Ein Traum ! Läst uns beim lesen dieses Blockes träumen und fühlen hinein in dieses großartige Land „Vietnam “ !

Ach übrigens wir haben von der Rückgabe des Motorrades ein FOTO gemacht! Der vereinbarte Rücknahmepreis könnte leider nicht erzielt werden!

Tag 21 Mekong Delta & Bye, Bye Mopeds

Auf zum letzten großen Abenteuer unserer Reise. Eine geführte Tour durch das Mekong Delta. Geplante Abfahrt 8 Uhr, geplantes Ende 17 Uhr.

Das Mekong Delta ist das fruchtbarste Gebiet der Erde. Bei relative konstanten Temperaturen und meterdickem Schlamm kann dreimal im Jahr geerntet werden. Hier leben Bauern mit guten Lebensstandard. Das Mekong Delta wurde Laos als Überflutungsgebiet abgekauft und in jahrzehntelanger Arbeit von den Vietnamesen kultiviert. In Handarbeit wurden tausende von Kanälen gegraben, um die Überschwemmungen zu kontrollieren. Hochachtung vor dieser Meisterleistung.

Von der Ursprünglichkeit ist fast nichts mehr zu sehen. Überall sind Nutzpflanzen angebaut. Es gibt 9 Mündungsarme und wir schauen uns einen davon an. Um die schwimmenden Märkte zu sehen, muss man eine 2 Tagestour buchen.

Abtransport der geerntet Coconüssen.

Eine im Mekong Delta angesiedelte backsteinbrennerrei. Die Befeuerung erfolgt mit der Schale von Reis.

Hier kann man die Asche der Reisschalen erkennen die ein gutes Düngemittel für Bonsai Pflanzen ist.

Unser Mittagessen, frisch zubereitet. Wir bekommen Elefantenfisch. Die Form gleicht dem Ohr eines Elefanten.

Überall sieht man große und kleine Boote die zum Teil noch mit Muskelkraft angetrieben werden.

Beim Besuch eines Cocosnuss verarbeitenden Betriebs erfahren wir, wie vielseitig diese Pflanze und ihre Früchte einsetzbar ist.

Hier bei der Produktion von Bonbons.

Und überall wachsen auch hier die schönsten Blumen einfach so am Wegesrand.

Nach dem sehr guten Mittagessen geht es mitten durch die Plantagen per Fahrrad weiter um zur Anlegestelle für unseren weiter Transport zu kommen.

Ganz oft sieht man spielend Kinder, die hier ein Bad in einen der über 1800 Kanälen des Deltas nehmen.

Durch Ebbe und Flut schwankt der Wasserspiegel um 2 Meter. Damit wir zur Mittagszeit unter den Brücken durchfahren können würde das Sonnendach flachgelegt und wir müssen die Köpfe einziehen.

Auf geht’s schnell noch Mopeds zurückbringen und dann Nachtleben genießen. Toni ist leider kein verlässlicher Geschäftsmann. Von seiner 70 % Rückkaufsgarantie will er nichts mehr wissen. Toni’s Freund kauft uns gnädigerweise die Mopd’s ab und so hat uns das Moped ca. 200 Dollar/Person für 3 Wochen gekostet.

Egon‘s Yamaha 150

Tag 18 Küstenstraße

Heute verfolgen wir weiter die Küstenstraße Richtung Süden. Linker Hand liegt die „Easter Sea“ (wir haben uns VERFAHREN) und wir entdecken nun auch die schönen Stellen ohne Massentourismus. Zur Stärkung gibt es die hier angebaute Dragonfruite.

Die zwei Mädels haben sichtlich ihren Spaß mit uns Europäer, wie wir das mit kleinen schwarzen Samemkörner durchzogen weiße Fruchtfleich essen.

Ca. 40 km südlich von Mui Ne entdecken wir diese „Barccadi“ Bucht und müssen uns erstmal ins Meer stürzen. Leider ist auch hier überall Plastikmüll am Strand.

Weitere 20 km weiter biegen wir nochmals Richtung Strand ab. Wir haben einen kleinen Fischerreihafen gesehen der unsere Interesse geweckt hat.

Mit diesen runden Booten die wie ein umgedreht Helm ausschauen werden die Fischkörbe vom weiter draußen liegenden Fisckutter getendert und dies mit reiner Muskelkraft. Nur die wenigsten Nusschalen haben einen Dieselmotor.

Bei brühtender Hitze werden die Fischkörbe vom Strand zu den bereitstehenden LKWs wie vor 100 Jahren getragen.

Unsere heutiges Ziel sind die heißen Quellen von Ninh Châu die wir gegen 17 Uhr erreichen. Da diese nur über das 4 Sterne Resort zu erreichen sind, gönnen wir und dort ein drei Betten Zimmer für zwei Nächte.

Es ist eine wunderbar gepflegte Anlage mit direktem Zugang zu den heißen Quellen.

Es gibt aber auch ein Schwimmbad mit sehr warmem Wasser.

Im Restaurant gibt es Hot Pot. Eine leckere Suppe, die man am Tisch mit gestellten Zutaten selbst verfeinert.

Tag 17 Etappe nach Mui Ne

Geplant ist es heute in die Küstenstadt Mui Ne (169 km) zu fahren und es erwartet uns Strandresort mit Palmen und Massentourismus.

Es ist 6 Uhr 30 und es regnet seit 2 Stunden. Mal schauen ab wann wir starten können.

Da das Wetter nicht besser zu werden scheint beschließen wir ein weiteres mal mit dem Bus zu reisen.

Diesmal allerdings mit einem Ford Transit. Die zwei Roller dürfen auf die Sitzreihen. Meine Detech kommt hinten rein.

(Bild von Ingo)

Da nun hinten kein Sitzplatz mehr vorhanden ist wird kurzerhand noch ein Hocker reingestellt. Und los geht die Fahrt.

In Mui Ne angekommen buchen wir uns erstmal ein Hostel. Die Zimmer und auch sonst das drumherum kann ohne weiteres mit einem 3 Sterne Hotel mithalten.

Nun ab zu der Düne für die Mui Ne bekannt ist.

Den schönsten Strand von Vietnam haben wir bisher leider noch nicht gefunden.

Dafür aber ein gutes Fischlokal mit Meerblick und so lassen wir den Tag mit einem guten Essen ausklingen.